Schmelzreaktor, System CONTOP® der Siemens VAI
Schmelzreaktor, System CONTOP® der Siemens VAI
 

Zyklon-Schmelze-Vergasung

Die metallurgische Aufarbeitung von Reststoffen aus der Nichteisenindustrie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Eine zukunftsweisende Technik zur Wiedergewinnung der in den Reststoffen enthaltenen Metalle stellt die Schmelzzyklon-Technik dar. Diese Technik wurde für Eisen, Blei, Kupfer und Zink eingesetzt und basiert auf dem in der Nichteisenmetallurgie bewährten CONTOP-Verfahren. Bei der vorliegenden Anwendung dient der Zyklon dem Recycling von Stahlgichtstaub und Zn-Retortenrückstand mit ZnO- und PbO - Gehalt.

Hüttenwerksstaub und Zink-Retortenrückstand sind Abfallstoffe, die neben anderen Schwermetallen auch Zn und Pb, sowie Kohle und Schlackenbildner (CaO, SiO2, FeO) enthalten. Staub und Rückstände müssen gereinigt und auf umweltfreundliche Weise deponiert werden. Bei dem Prozess werden die Rückstände in einem Zyklon zu einer Schlacke verschmolzen. Hierbei werden Zn und Pb verblasen, in einem Abhitzekessel oxidiert und in Staubform aus dem Gasstrom zurückgewonnen.

Das Gaskühlsystem für den Schmelz- und Verblasezyklon und der Abhitzekessel für diesen Prozess werden von Oschatz geliefert. Beim Zyklonschmelzen fällt nur eine geringe Menge an mechanischem Staub an. Durch den Anschluss der Zyklone an ein Verdampfungssystem werden die hohen Wärmebelastungen besser als mit einem Kühlwassersystem gehandhabt und die Oberflächentemperatur der Heizflächenrohre liegt immer oberhalb des Taupunkts von H2SO4 und HCI.


Vorteile:

  • sehr hohe Energiedichten,
  • sehr gute Reaktionsbedingungen bzw. Stoff- und Wärmeaustausch durch hohen Turbulenzgrad,
  • kompakte Reaktorbauweise bei hohen Durchsätzen,
  • hohe Einschmelztemperaturen (> 2.000 °C) wie z.B. bei Reaktionen mit Sauerstoff-Anreicherung möglich,
  • einsetzbare Partikelgröße größer als bei vergleichbaren Flugstrom-Reaktoren.

Kontakt

 

Dipl.-Ing. Stefan Köster
Tel. +49 (0)201 18 02 379
Fax +49 (0)201 18 02 165
koester.s(at)oschatz.com