ISASMELT-Abhitzekessel in Mount Isa, Australien
 

Abhitzekesselsysteme hinter ISASMELT/ Ausmelt-Prozess

In der Bad-Lanzen-Schmelztechnologie zur Gewinnung von Kupfer, Nickel, Blei, Zink und Zinn wird das Prozessgas mit einer Temperatur von 1.200 °C - 1.550 °C direkt in einen Abhitzekessel geleitet, um das Abkühlen von Gas und Staub von der schmelzflüssigen Phase über den klebrigen Temperaturbereich bis in die Trockentemperaturzone des Staubs zu führen. Abhängig vom Konzept der Gesamtanlage erfolgt eine Abkühlung des Prozessgases auf 600 °C - 900 °C in einem Vertikal-Zweizug-Kessel oder auf ca. 350 °C in einem Vertikal-/Horizontal-Dreizug-Kessel. Der Staub wird teilweise bereits im Abhitzekessel abgeschieden.

Eine weitere Staubabscheidung erfolgt in einem Gewebe- oder Elektrofilter. Wird der gesättigte Dampf nicht genutzt, wird er in einem luftgekühlten Kondensator kondensiert, der über der Dampftrommel angeordnet ist. Bei der Verarbeitung von Recyclingmaterial können Dampfdruck und -temperatur niedriger sein, da der Säuretaupunkt niedriger liegt. Der erste Teil des Abhitzekessels ist innen eben und glatt ausgeführt, so dass Ansätze mit Hilfe des speziellen Oschatz-Kesseloberflächen-Hammerreinigungssystems leichter abgelöst werden können. Dieser Teil kann auch entfernt werden, um Ofen und Kessel zugänglich zu machen.

Eine in das Verdampfungssystem geschaltete Ofendecke, die oberhalb des Säuretaupunkts arbeitet, hat eine längere Lebensdauer als wassergekühlte Decken und lässt sich leichter entfernen. An der Kesselspitze ist eine Druckentlastungsklappe angeordnet, die den Zweck hat, unzulässige Druckschwankungen des Prozessgases auf einen maximalen Wert zu beschränken.

Kontakt

 

Dipl.-Ing. Stefan Köster
Tel.     +49 (0)201 18 02 379
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